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Das Spurenelement Selen
Selenmangel kann zu Problemen führen

Das Spurenelement Selen wurde 1817 von Jöns Jakob Berzelius – einem schwedischen Chemiker – entdeckt.

Dies geschah kurz nach der Entdeckung des Tellurs durch Berzelius. Da die neue entdeckte Substanz chemisch dem Tellur (die Erde) ähnlich ist, nannte er diese Substanz Selen (von Selene=der Mond). Lange Zeit waren die Funktionen des Selens unbekannt, erst 1957 wurden es als Spurenelement deklariert. Noch bis in die 1970er Jahre galt Selen als Gift, erst danach wurden seine essentiellen Bedeutungen beschrieben.

Nathalie und Dr. med. Edmund Schmidt sehen die Bedeutung von Selen unterschätzt: Leider wird viel zu oft die Bedeutung des Selens für die Schilddrüse übersehen. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Selen bei allen Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen unabhängig von Wirkspiegeln, denn die Bevölkerung in Deutschland und vielleicht auch in Österreich ist regelmäßig mit Selen unterversorgt.

Ein Selenmangel führt in der Regel zu einem deutlich geschwächten Immunsystem. Selen ist wesentlicher Bestandteil der Glutathionperoxidase. Dieses Enzym katalysiert die Oxidation von reduziertem Glutathion zum oxidierten Glutathion. Dabei werden eine große Menge an freien Radikalen, die das Immunsystem massiv schädigen können, eliminiert. Die Glutathionperoxidase ist ein typisches Selenoprotein, denn im Zentrum des Enzyms werden vier Atome organisches Selen benötigt.

Ein Selenmangel kann die Fähigkeit des menschlichen Körpers beeinträchtigen, sich effektiv gegen Viren zur Wehr zu setzen. Zusätzlich kann ein Selenmangel in Viren zu Mutationen führen, die deren Pathogenität erhöhen. Nelson, Beck et al. konnte am Beispiel des Influenza-Virus A einen möglichen Mechanismus nachweisen.

Praxistipp:

Organische Selenverbindungen ( z.B. SelenoPrecise von Pharma Nord) sind zur langfristigen und oralen Supplementation besser geeignet, da sie weniger toxisches Potential entwickeln. Anorganische Selenverbindungen wirken schneller und sind daher in der Intensivmedizin und Onkologie gut einsetzbar.