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Jede und jeder Dritte bekommt Gürtelrose
Info-Schwerpunkt: Apotheken informieren und unterstützen die Empfehlung im österreichischen Impfplan

Gürtelrose nimmt ab einem Alter von etwa 50 Jahren stark zu. Durch Grunderkrankungen steigt das Risiko dafür nochmal an. Zusätzlich mehrten sich in den letzten beiden Jahren die Hinweise, dass auch eine COVID-19 Erkrankung das Risiko für Gürtelrose erhöht. Als möglicher Grund gilt die durch SARS-CoV2 induzierte Verringerung der Immunfunktionen.

 

Dies wurde durch eine groß angelegte US-Studie untersucht und die kürzlich publizierten Daten bestätigen: Vor allem über 50-jährige Personen, die eine COVID-19 durchgemacht haben, haben ein um 15 % erhöhtes Risiko, in den ersten sechs Monaten nach der Infektion an Gürtelrose zu erkranken. Bei jenen, die wegen der COVID-19-Infektion im Spital behandelt werden mussten, liegt das Risiko sogar um 21 % höher.

 

Deshalb raten Expert*innen, sich zu informieren und mit der Hausärztin bzw. mit dem Hausarzt über Vorbeugung zu sprechen. Fast alle Erwachsenen über 50 Jahren (>99 %) tragen das Varizella Zoster Virus in Folge einer Feuchtblattern-Erkrankung in sich. Nachgewiesen ist, dass jede/r Dritte im Lauf seines Lebens an Gürtelrose erkrankt – mit oft großen Schmerzen und teils schweren Komplikationen.

 

Mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen stark an. An vorderster Stelle nennen Mediziner*innen die Post-Zoster-Neuralgie – Nervenschmerzen, die bei bis zu 30 % der Patient*innen auftreten und monate-, manchmal jahrelang anhalten können und die Lebensqualität massiv einschränken. Expert*innen zählen diese Schmerzen zu den stärksten in der Humanmedizin.

 

Um Bewusstsein zu schaffen, setzen deshalb die heimischen Apotheken im ersten Halbjahr 2023 einen Aufklärungsschwerpunkt zum Thema. Die Impfung gegen Gürtelrose, die in den Apotheken erhältlich ist, wird im österreichischen Impfplan für alle Erwachsenen ab 50 Jahren und für Personen mit besonders hohem Risiko für Gürtelrose bereits ab 18 Jahren empfohlen. Zusätzliche Informationen unter www.guertelrose-info.at.

 

Für medizinischen Rat wenden Sie sich bitte an die Ärztin/den Arzt Ihres Vertrauens!

 

FAKTEN ZUR GÜRTELROSE:

  • In Österreich erkranken jährlich ca. 30.000 Personen an Gürtelrose.
  • Gürtelrose und Feuchtblattern werden vom selben Erreger verursacht, dem Varizella Zoster Virus. Das Virus verursacht bei der Erstinfektion Varizellen, auch bekannt als Windpocken, Feuchtblattern oder Schafblattern.
  • Nach Abklingen der Varizellen verbleibt das Virus lebenslang in den Nervenwurzeln und kann zu einem späteren Zeitpunkt als Gürtelrose wieder auftreten.
  • Fast alle Erwachsenen ab 50 Jahren (>99%) tragen das Varizella Zoster Virus in sich.
  • Alle, die schon einmal Feuchtblattern hatten, können daher später an Gürtelrose erkranken.
  • Jede/r Dritte erkrankt im Lauf des Lebens an Gürtelrose.
  • Gürtelrose tritt in allen Altersgruppen auf. Am häufigsten sind aber über 50-Jährige betroffen, da die Leistungsfähigkeit des Immunsystems im Alter abnimmt und es leichter zu einer Virus-Reaktivierung kommen kann.
  • Patient*innen mit einem geschwächten Immunsystem haben altersunabhängig ebenfalls ein erhöhtes Risiko, an Gürtelrose zu erkranken. Das sind etwa Personen mit einer schweren Grunderkrankung oder Patient*innen, bei denen krankheits- oder therapiebedingt eine starke Immunsuppression besteht.
  • Durch eine Impfung, die im österreichischen Impfplan empfohlen ist, können sich Personen ab 50, sowie Personen mit besonders hohem Risiko für Gürtelrose bereits ab 18 vor Gürtelrose schützen!

Mit freundlicher Unterstützung von GSK.
NP-AT-HZU-ADVR-230005, 02/2023